Get Stuff Done – Mach was!

Handlettering „Get Stuff Done – Mach was!“ Schriftzüge von Sprüchen, Zitaten, Wortspielen und Ambigrammen.

Liebe Leute,

es gibt da ein Zitat von Abraham Lincoln: „Give me six hours to chop down a tree and I will spend the first four sharpening the axe.“
Also „Gib mir sechs Stunden, um einen Baum zu fällen, und ich werde die ersten vier darauf verwenden, die Axt zu schärfen.“
Was wiederum nichts anderes bedeutet als: Je gründlicher die Vorbereitung, desto leichter das Gelingen.

Für Menschen, die zum Perfektionismus neigen, ist das eine hervorragende Verhinderungsstrategie: Man ist nie gut genug vorbereitet, es gibt immer noch eine Eventualität mehr, die man durch gewiefte Planung ausschalten könnte. Irgendwann ist die Axt dann bis auf den Stiel abgeschliffen und für ihren eigentlichen Zweck unbrauchbar geworden.

So, genug Metaphern totgeritten, Sie sehen schon, worauf es hinausläuft: Sie müssen irgendwann anfangen, den Baum zu fällen.

I AM A Lousboob, BABY.

Handlettering „I AM A Lousboob, BABY.“ Schriftzüge von Sprüchen, Zitaten, Wortspielen und Ambigrammen.

Liebe Leute,

zuweilen stehen Pullover-Aufdruck und Pullover-Träger in einem ausgeprägten Missverhältnis zueinander.
So ist der Herr mit der Leibesfülle eines Pachydermen vermutlich gar kein „Navy Seal“; der arme Lauch mit dem T-Shirt „Property of Alcatraz“ wäre dort vor Ort schon zu einem Mettbrötchen verarbeitet worden; und der Hirnzwerg bleibt ein solcher, egal wie adrett sein Textil mit „STANFORD UNIVERSITY“ beflockt wurde.

Damit möchte ich nicht sagen, dass die obigen Menschen keine prima Zeitgenossen sein könnten, nur weil ihr Sehnen auf etwas gerichtet ist, was sie momentan nicht sind oder haben, vielleicht auch niemals sein oder haben werden. Wem geht das denn nicht irgendwann genau so?

Oder aber Sie sind etwas und finden es so okay, so dass Sie es auf Ihrer Hemden-Brust verkünden.

Fun fact:
Die oben fettgedruckten Worte ergeben übrigens den Satz „gar kein Mettbrötchen bleibt adrett“.
Wenden Sie diese Information mit Bedacht und Weisheit an.

Shneadle Woods

Liebe Leute,

stellen Sie sich eine Soap Opera vor, die in einem Sommercamp spielt. In dem Sprösslinge aus gehobenen Schichten ihre Dramen aufführen.
Das sind die offiziellen Logos dieses Sommercamps.
„Es herrscht geschäftiges Treiben bei der Ankunft der Jungen und Mädchen unter den sonnendurchfluteten Wipfeln von  … „

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Wer’s nicht weiß, muss dran glauben! Scheiße, was?

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Liebe Leute,

aber zu glauben ist doch gut! Der Glaube versetzt doch Berge, heißt es!
Ach kommen Sie, wir wissen doch, dass es auf den Zusammenhang ankommt.
Springt Herr X von einer Klippe, beseelt vom tiefen Glauben, fliegen zu können, dann beweist sein Ableben durch den Aufschlag: Nee. Konnt‘ er nicht. Hätte man wissen können.
Hat Frau Y in allen Klausuren ordentlich abgeschnitten, legt das nahe, dass sie auch ihr Abitur schaffen wird. Sie sollte an sich glauben. Tut sie es nicht, könnte sie sich Prüfungsangst bis zur Blockade herbeiglauben. Hätte man wissen können.
Soweit zum Unterschied zwischen Phantasterei und berechtigter Erwartung, die beide als Glauben bezeichnet und darum oft in einen Topf geschmissen werden. So funktioniert’s aber nicht.

Aber heißt es denn nicht auch: „Ich weiß, dass ich nichts weiß“? Yep, heißt es auch. Und das bedeutet, je tiefer man eine Materie durchdringt, desto besser erkennt man, was alles man noch nicht erfasst hat oder vielleicht niemals herausbekommen wird. Das ist kein Grund, auf erworbene Erkentnisse zu pfeifen und lieber an einen substanzlosen Mist zu glauben.
Wissen ist lediglich eine Annäherung an die Wirklichkeit. Ein Prozess. Eine stete Weiterentwicklung.
Dagegen berufen sich viele Sorten von Glaube auf „altes Wissen“, auf ein unverrückbares Dogma, das niemals hinterfragt werden darf, selbst wenn es offenkundig himmelschreiender Schwachsinn ist.

Also …

In dubio pro crastination

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Liebe Leute,

okay, in den allermeisten Fällen ist es ein Grundpfeiler kluger Faulheit, nichts aufzuschieben. Viele Aufgaben gebären nämlich Junge, die umso aufwändiger zu bändigen sind, je länger man sie gewähren lässt.
Doch zuweilen bedarf es der kleinen Verzögerung.
Dazu folgender Versuchsaufbau: Sie stehen am Herd und das Öl in der Pfanne vor Ihnen entzündet sich. Die Flammen bedrohen nun mit Vehemenz die Unversehrtheit, wenn nicht gar den Fortbestand von Ihnen und Ihrer Küche.
Es ist eine Situation, die zu lösen gleichermaßen dringend wie wichtig ist. Dagegen ist der Verbleib Ihrer Augenbrauen zu diesem Zeitpunkt sekundär.
Nun befindet sich ein Eimer Wasser in Reichweite, der sich als naheliegende Lösung verkleidet hat.
„Aber nein!“, rufen nun die Informierten dazwischen, „Wasser löst eine physikalische Explosion aus! Leg den Deckel drauf!“
Kluges Innehalten versus Blinder Aktionismus:
1:0 nach (Lebens-)Verlängerung.

Für Nichtlateiner und -juristen:
Die lateinische Wendung „In dubio pro reo“ heißt „Im Zweifel für den Angeklagten“ und stellt die womöglich wichtigste Errungenschaft in der Rechtsprechung dar.
„Procrastination“ kommt vom ebenfalls lateinischen procrastinare, „vertagen“. Es beschreibt das Aufschieben von Arbeit in quasi krankhaftem Ausmaß.

Zusammengefasst heißt „In dubio procrastination“ also … ?
Aber obacht: Das ist nur gefälschtes Latein, damit der Wortwitz aufgeht.

*  mokant bedeutet spöttisch. Mein Lexikologe hat mir empfohlen, regelmäßig weniger geläufige Begriffe zu verwenden, damit mein Vokabularmuskel geschmeidig bleibt.