Charakter zeigt sich darin, wie man Leute behandelt, die nichts für einen tun können.

Handlettering „Charakter zeigt sich darin, wie man Leute behandelt, die nichts für einen tun können.“ Schriftzüge von Sprüchen, Zitaten, Wortspielen und Ambigrammen.

Liebe Leute,

stehen Sie auch so auf Leute, die sich genau so lange bei Ihnen einschleimen, wie sie etwas von Ihnen abstauben können?
Ihnen widme ich dieses Handlettering.

Shiced E1 done

Handlettering „Shiced E1 done“ Schriftzüge von Sprüchen, Zitaten, Wortspielen und Ambigrammen.

Liebe Leute,

die englische Sprache ist mir in Klang und Handhabe durchaus behaglich. Darum halte ich Denglisch für eine derart erbärmliche Simulation von Weltgewandtheit, dass ich meine Verachtung mit diesem Handlettering zum Ausdruck bringen möchte.
Serviervorschlag: Lesen Sie es sich laut, langsam und englisch ausgesprochen vor. Haben Sie’s?
Wenn Sie jetzt Bock haben, benutzen Sie das doch, um so offen zu fluchen, dass es schon wieder versteckt ist, also z. B. mit einem T-Shirt.

Also, mir ist das Wurscht

Handlettering „Also, mir ist das Wurscht“ Schriftzüge von Sprüchen, Zitaten, Wortspielen und Ambigrammen.

Liebe Leute,

Ihnen als Teilnehmer einer irdischen Existenz erzähle ich womöglich nichts Neues:
Praktisch ununterbrochen drängt aller möglicher Mist ins Zentrum unserer Aufmerksamkeit und beansprucht für sich, dringend, wichtig oder überhaupt irgendwie relevant zu sein.
Um also nicht in einem Mahlstrom aus Kätzchenvideos und Verschwörungstheorien zu verdummen, müssen wir die informationelle Spreu vom Weizen trennen.

Und/oder wir üben uns in der edlen Kunst, einen Scheiß drauf zu geben.
Zu dem Behufe handletterte ich diese weisen Wendung: Sie vereint aufs Souveränste die beiden Top-Tugenden Gleichmut und Grillgut, dass es jedem Stoiker das Herze hopsen macht.

Jetzt nicht. Morgen. Vielleicht.

Handlettering „Jetzt nicht. Morgen. Vielleicht.“ Schriftzüge von Sprüchen, Zitaten, Wortspielen und Ambigrammen.

Liebe Leute,

Ihnen kann ich es ja verraten: Ich führe eine Liste, die ich „Hammanns Regeln“ nenne, weil sie von mir ist und meine Regeln enthält.
Meine Regel Nummer eins lautet: „Sag erstmal nein.“ Aber hoppla, ist das nicht ein wenig … rigoros?
Danke, dass Sie mir die Gelegenheit geben, Ihnen gleich das erste Anwendungsbeispiel zu demonstrieren: Nein.

Sie kennen das: Ständig wollen alle möglichen Menschen etwas von Ihnen. Das ein oder andere fällt Ihnen leicht, weil es vielleicht eine Herzensangelegenheit ist. Manches ist womöglich eine lästige Pflicht, die Sie aber akzeptieren, weil Sie sie als notwendig erachten.
Aber da gibt es auch diese andere Kategorie, die Ihnen nur etwas nimmt, aber niemals etwas zurückgeben wird.
– „Haben Sie drei Minuten Zeit für eine kleine Umfrage?“
– „Sie müssen nur hier unterschreiben, dann darf ich Sie bis ans Ende aller Tage übervorteilen.“
– „Los, spende mir mal deine Leber.“
– „Können Sie mal eben für mich die Okapis bürsten?“
So oder ähnlich klingen einige Beispiele aus dem … öchem … richtigen Leben. Und nun fragen wir uns: Wieso sollten Sie?
Ihr „Ja“ ist nämlich äußerst kostbar, denn es kostet Sie Lebenszeit. Und zwar Ihre Lebenszeit. Das sollte Ihrem Gegenüber einiges wert sein.
Auf genau solche Fragen antwortet dies Handlettering. Es tut so, als sei es ein mögliches „Ja“ zu einem anderen Zeitpunkt. In Wirklichkeit ist es auch zu diesem anderen Zeitpunkt wieder die Antwort.

Um Kritik zu vermeiden: Sag/tu/sei nichts!

Handlettering „Um Kritik zu vermeiden: Sag/tu/sei nichts!“ Schriftzüge von Sprüchen, Zitaten, Wortspielen und Ambigrammen.

Liebe Leute,

kennen Sie diese Geschichte?
Ein alter Herr setzt seine Enkelin auf seinen Esel, um mit ihr irgendwohin zu gehen. Ich weiß nicht mehr, wohin, aber das ist auch nicht wichtig für die Geschichte. Okay, sagen wir, er muss zum Baumarkt, Sechser- und Achter-Dübel holen.
Der Erste, der ihnen über den Weg läuft, pöbelt direkt: „Na toll, das verwöhnte Prinzesschen sitzt hoch zu Ross, während der arme, alte Mann zu Fuß latschen darf! So was hätte es damals nicht gegeben! Da hatte man noch Respekt vor dem Alter!“
Opa und Enkelin zucken die Schultern und tauschen: Die Enkelin spaziert, der Opa reitet.
Der nächste, der ihnen begegnet, meckert: „Das arme Kind! Muss zu Fuß gehen, während der feine Herr Großvater es sich gemütlich macht! Bestimmt muss das arme Kind auch noch in der Säuremine schuften! Typisch kinderfeindliches Deutschland! Sie sind schlimmer als Hitler!“
Okay, in der echten Geschichte hat der das mit der Säuremine und dem Hitler so nicht gesagt, aber ich wollte durch diese dramatische Übertreibung den grotesken gesellschaftlichen Druck verdeutlichen, der … na, Sie verstehen, was ich meine.
Opa und Enkelin zucken die Schultern. Opa steigt ab und beide spazieren zu Fuß.
Der nächste, der ihnen begegnet, spottet: „Da ham sie schon einen Esel, und dann latschen sie zu Fuß? So brunzdoof muss man erstmal sein! Ihr jämmerlichen Gutmenschen!“
Opa und Enkelin zucken die Schultern, steigen auf des Esels Rücken und reiten beide.
Klar werden sie dann vom nächsten dafür zur Sau gemacht, dass das arme, arme Eselchen zu Schanden geritten werden kann, wenn’s den Hochwohlgeborenen nur wohl genug sei.
Opa und Enkelin zucken die Schultern, steigen von des Esels Rücken ab, und weil das die letzte Variante ist, die wir noch übrig haben, trägt der Opa jetzt den Esel. Dass der nächste, der ihnen begegntet, den Opa jetzt genau deswegen verspottet, haben Sie sich schon gedacht, richtig? So war’s nämlich auch.
Da sagt der Opa: „Jetzt hab ich die Schnauze aber voll von euch Hirnzwergen! Fass, Eselchen!“ Und er hetzt das Eselchen auf den Typen, damit es ihm den Kopf abbeißt.

Den gewalttätigen Schluss habe ich dazu erfunden, damit es nicht ganz so frustrierend endet. Denn ja, wenn Sie versuchen, es jedem recht zu machen, machen Sie es niemandem recht, und am wenigsten Ihnen selbst, was in den meisten Fällen aber das Wichtigste ist. Denn niemand von den obigen Hirnzwergen hätte eine praktikable Lösung, die von niemandem bekritteln würde, damit der Opa zum Baumarkt kommt und seine Dübel bekommt.